Braunkohle-Nein e.V.

Schweriner Volkszeitung, Ludwigsluster Tageblatt, 22.06.2007 

Landrat: Nein zur Braunkohle

Ludwigslust (anbo) 

Der Landkreis Ludwigslust setzt sich für den Verzicht auf Braunkohleabbau als eigenständiges Ziel im Regionalen Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg ein. Die sagte Landrat Rolf Christiansen am Donnerstag gegenüber dem Kreistag. Einen entsprechenden Antrag wollen die Vertreter des Landkreises in die Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes einbringen, die sich am 4. Juli mit dem Programm-Entwurf befasst.

Der Entwurf des Raumentwicklungsprogramms beinhaltet zurzeit die Aussage, dass es im Raum Lübtheen ein Diatomeenkohle-Vorkommen von fünf bis sechs Milliarden Tonnen gibt. "Aufgrund der zu erwartenden Konflikte mit dem Natur- und Landschaftsschutz sowie dem Tourismus soll ein Braunkohleabbau aber nicht weiter verfolgt werden" heißt es weiter. Zudem werden weite Teile des fraglichen Gebietes als "Große Militärische Anlage" und "Vorbehaltsgebiet Naturschutz und Landschaftspflege" ausgewiesen. In der Summe komme zum Ausdruck, so Christiansen, dass der Planungsverband Braunkohle klar ablehne.


Am 4. Juli 2007 findet ab 17.00 Uhr im Kreissitzungssaal des Landkreises Parchim in der Putlitzer Straße 25 in Parchim die 30. Verbandsversammlung des RPV WM statt. Die Sitzung ist öffentlich.

Als Tagesordnungspunkte vorgesehen sind:

  • Begrüßung und Eröffnung der Sitzung durch den Verbandsvorsitzenden
     
  • Öffentliche Anfragen
     
  • Beratung der Entwürfe der folgenden Fachkapitel des in Aufstellung befindlichen Regionalen Raumentwicklungsprogramms Westmecklenburg (RREP WM):
    - Rohstoffvorsorge
    - Verkehr und Kommunikation
    - Energie einschließlich Windenergie
     
  • Beratung und Beschlussfassung über den Gesamtentwurf des RREP WM
     
  • Erläuterung der Jahresrechnung 2006 und Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandes vom Haushalt 2006
     
  • Sonstiges

  • Stichwort "Regionaler Planungsverband Westmecklenburg"

    Der Regionale Planungsverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Er wurde 1992 als Zusammenschluss der drei Landkreise Ludwigslust, Nordwestmecklenburg und Parchim sowie der kreisfreien Städte Landeshauptstadt Schwerin und Hansestadt Wismar mit dem Ziel gebildet, eine geordnete räumliche Entwicklung zu sichern, die Wirtschaftskraft zu stärken und damit zum Erhalt bzw. zur Schaffung von Arbeitsplätzen beizutragen.
    Die Hauptaufgaben des Verbandes bestehen in:

    • der Aufstellung und Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogramms für die Planungsregion Westmecklenburg,
    • der Umsetzung der darin enthaltenen Ziele,
    • der Mitwirkung an der Erarbeitung der Ziele der Raumordnung und
    • Landesplanung im Landesraumordnungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern,
    • der Koordinierung aller raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen.

    Weiteres dazu auf der Homepage des Regionaler Planungsverband Westmecklenburg


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