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Braunkohle-Nein e.V.

Quast

Das Dorf Quast wurde im Jahre 1361 gegründet und lag geographisch in der Leussower Heide in der Nähe von Leussow und Tewswoos. 1952 wurde Quast im Zuge einer Gebietsreform der Gemeinde Vielank zugeordnet.

Im Jahre 1961 musste Quast dem Truppenübungsplatz Lübtheen weichen, weil die NVA der DDR dort mit ihren Truppen üben wollte. Die Räumung des Ortes begann im Jahre 1960. Sämtliche Bewohner von Quast wurden umgesiedelt.

Bis heute kommt man ohne besondere Genehmigung der Kommandantur des Truppenübungsplatzes dort nicht mehr hin. Heute üben dort statt der NVA die Soldaten der Bundeswehr.

Es existiert lediglich noch ein Ortsschild und ein Gedenkstein, den die Gemeinde Vielank zusammen mit der Verwaltung des Truppenübungsplatzes errichten ließ und der folgende Inschrift trägt:

Quast
1363 bis 1961
Quast, ein Dorf mitten in der
Leussower Heide, umgeben von Wald,
Äckern und Weiden.
Naturverbundene Menschen hatten hier
ein Zuhause, Arbeit und Freude.

                                    H. Jalaß

 

Zur Erinnerung an den ehemaligen Ort fand am 30. September 2006 der 6. Quaster Gedenktag statt. Diesen Tag haben wir als Verein wahrgenommen, denn es besteht durch den drohenden Braunkohletagebau die Gefahr, das Quast  mit seiner wunderschönen, artenreichen Flora und Fauna ein zweites Mal geopfert werden könnte. Bei herrlichem Sonnenschein sind wir in zwei Gruppen (von Lübtheen und von Alt Jabel aus)  mit ca. 40 Teilnehmern per Fahrrad über den Truppenübungsplatz nach Quast geradelt. Weitere Vereinsmitglieder sind mit dem PKW nach Quast gefahren. Dort begrüßte die Vielanker Bürgermeisterin, Frau Drewes, alle Besucher des Quaster Tages und erinnerte in einem Rückblick an die Devastierung der Gemeinde Quast im Jahre 1961, und an die Idee, durch die Quaster Tage an dieses Ereignis zu erinnern.

 

Bilder von unserer Fahrradtour am Quaster Tag:


 

Pressebericht der SVZ, Hagenower Kreisblatt, vom 2. Oktober 2006, Seite 9

Erinnerungen an Quast

Große Resonanz zum 6. Gedenktag auf Truppenübungsplatz

Quast ● Hunderte Besucher aus nah und fern waren am Sonnabend der Einladung der Bundeswehr zum nunmehr 6. "Quaster Gedenktag" gefolgt. Quast war ein Dorf inmitten der Griesen Gegend und musste bereits 1961 dem Truppenübungsplatz weichen. Als einzige Überreste sind heute noch etliche Obstbäume, ein Brunnen und vergilbte Fotos zu sehen. Daran erinnerte auch Vielanks Bürgermeisterin Christel Drewes, da das Dorf Quast früher Teil von Alt Jabel war, das jetzt zu Vielank gehört.

Ehemalige Bewohner von Quast, aber auch interessierte Bürger aus der Umgebung hatten sich eingefunden. In Ansprachen und Gesprächen wurde dieses Ortes gedacht. Der verein "Braunkohle-Nein! e.V." und die BUND-Ortsgruppe Lübtheen hatte sich ebenfalls in diese öffentliche Veranstaltung eingebracht. Die Besucher konnten einen Teil der einmalig schönen Jabeler Heidelandschaft kennen lernen. Und Christel Drewes mahnte in ihrer Rede auch an, nicht nachzulassen in den Anstrengungen, einen Braunkohleabbau in der Griesen Gegend auf den Truppenübungsplatz zu verhindern. Und erwähnte zugleich auch die Pläne, hier auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes einen Windpark zu errichten. Aber auch da gebe es viele, die solch ein Projekt ablehnten. Nach Ansicht von Helmut Eggers, Mitglied des Vorstandes im Verein "Braunkohle NEIN!", der 170 Mitglieder zählt, müssten neue Projekte angeschoben werden, die für dieses Gelände eine akzeptable Lösung darstellen. Derzeit wird der Bereich der Hohen Düne von der Bundeswehr freigehalten, dieses Gebiet ließe sich aber auch für touristische Zwecke zum Beispiel als Nationalpark mit einem Wisentgehege als Attraktion nutzen.

Quelle: SVZ